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Rebschutzdienst

Datum: 20.07.2017



Rebschutzdienst Ludwigsburg



 



Mitteilung Nr.12 vom 20.7.2017



 



Von Weinbauberater Hundinger



 



Falscher Mehltau: Wir haben nach wie vor enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem vollen Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.                                                                                           Ein besonders Kupfer einsparendes Produkt ist Sergomil (mit Biozulassung), mit 3l / ha werden 165 g Cu ausgebracht. Meist genügen 2L, zusammen mit phosphoriger Säure.



Die Spritzabstände können in sauberen Beständen auf 14 Tage erweitert werden.



 



Echter Mehltau: Die Anlagen auf Befall kontrollieren!



Eine Mehltaubehandlung ist nun mit Vitisan  (8kg / ha), Kumar (4 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (10 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem  ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist. In befallsfreien Anlagen genügen diese Mittel (=Entlastung vom Triazolgebrauch) nun bis zum Schluss.



Die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha kann zugesetzt werden. Bei Befall 3x wöchentlich einsetzen. Sehr gute Wirkung! Je nach Sonnenstärke dosieren, am besten morgens oder abends. Laubarbeit!               Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.



Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die organischen Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen. Gute Nebenwirkung auf Botrytis! Botrytismittel sind bei konsequenter Anwendung der Karbonate dieses Jahr nicht nötig.



Traubenwickler: Im Moment ist keine Bekämpfung mehr nötig.



Berechnung



Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 1600l je ha bzw. es ist der 4-fache Basisaufwand aufzuwenden.



Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 25.7.17 am Rotenberg um 11Uhr.; am 26.7.17 an der WG – Kelter Großheppach. Entblätterung: Vorsichtig vorgehen, nur die wetterabgewandte Seite. Nur Rotweinsorten außer Trollinger ganzseitig fahren. 2 -3 Blätter unterhalb der  Trauben entfernen, um der Botrytis entgegenzuwirken.



Traubenteilen: Ab jetzt, um die Ertragskompensation zu beschränken.



Blattdüngung: Es kann zwischendurch mit Löschkalk, aber jede Gasse, gefahren werden. Netzmittel (proagroNetzmittel, Wetcit) nicht vergessen! Äußerst kostengünstig.



 



Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden.



EM – A kann auch mehrmals der Spritzbrühe beigegeben werden(5 – 20l / ha, je nach Herkunft). Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.



Wichtiger Hinweis: Die wilde Ablagerung von Pflanzenschutzmitteln an Wasserzapfstellen ist verboten! Stets auslaufsicher und unter Verschluß aufbewahren.



Telefon Weinbauberatung : 0175-5831339







Rebschutzdienst Ludwigsburg

 

Mitteilung Nr.11 vom 13.7.2017

 

Von Weinbauberater Hundinger

 

Falscher Mehltau: Wir haben nach wie vor enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem vollen Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.

 Ein besonders Kupfer einsparendes Produkt ist Sergomil (mit Biozulassung), mit 3l / ha werden 165 g Cu ausgebracht. Meist genügen 2L, zusammen mit phosphoriger Säure.

Die Spritzabstände können in sauberen Beständen auf 12 - 14 Tage.erweitert werden.

 

Echter Mehltau: Die Anlagen auf Befall kontrollieren!

Eine Mehltaubehandlung ist nun mit Vitisan  (8kg / ha), Kumar (4 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (10 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem  ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist. In befallsfreien Anlagen genügen diese Mittel (=Entlastung vom Triazolgebrauch) nun bis zum Schluss.

Die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha kann zugesetzt werden. Bei Befall 3x wöchentlich einsetzen. Sehr gute Wirkung! Je nach Sonnenstärke dosieren, am besten morgens oder abends. Laubarbeit!               Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.

Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die organischen Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen. Gute Nebenwirkung auf Botrytis! Botrytismittel sind bei konsequenter Anwendung der Karbonate dieses Jahr nicht nötig.

Traubenwickler: In den nicht verwirrten Gebieten in Poppenweiler und in Kleinheppach an der Kelter wurden geringe Eiablagen bonitiert. Es ist bis Montag,17.7. mit dem Schwarzkopfstadium/Schlupf zu rechnen.  B.t. – Präparaten wie Xentari oder Dipel ist wegen der Nützlingsschonung der Vorzug zu geben. Nicht mit alkalischen Produkten (Wasserglas,Löschkalk, Backpulver…) mischen. Die Ölmischung auf jeden Fall mit 0,1% zusetzen. Die Behandlung der Traubenzone genügt, jede Gasse fahren.

Berechnung

Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 1600l je ha bzw. es ist der 4-fache Basisaufwand aufzuwenden.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 18.7.17 am Rotenberg um 11Uhr.; am 19.7.17 an der WG – Kelter Großheppach. Entblätterung: Vorsichtig vorgehen, nur die wetterabgewandte Seite. Nur Rotweinsorten außer Trollinger ganzseitig fahren. 2 -3 Blätter unterhalb der  Trauben entfernen, um der Botrytis entgegenzuwirken.

Traubenteilen: Ab jetzt frühestens, um die Ertragskompensation zu beschränken.

Blattdüngung: Es kann zwischendurch mit Löschkalk, aber jede Gasse, gefahren werden. Netzmittel (proagroNetzmittel, Wetcit) nicht vergessen! Äußerst kostengünstig.

 

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden.

EM – A kann auch mehrmals der Spritzbrühe beigegeben werden(5 – 20l / ha, je nach Herkunft). Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.

Wichtiger Hinweis: Die wilde Ablagerung von Pflanzenschutzmitteln an Wasserzapfstellen ist verboten! Stets auslaufsicher und unter Verschluß aufbewahren.









Rebschutzdienst Ludwigsburg



 



Mitteilung Nr.10 vom 6.7.2017



 



Von Weinbauberater Hundinger



 



Falscher Mehltau: Wir haben nach wie vor enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.



Die Spritzabstände können in sauberen Beständen auf 12 - 14 Tage.erweitert werden.



Echter Mehltau: Die Anlagen auf Befall kontrollieren!



Eine Mehltaubehandlung ist nun mit Vitisan  (8kg / ha), Kumar (4 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (10 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem  ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist. In befallsfreien Anlagen genügen diese Mittel (=Entlastung vom Triazolgebrauch) nun bis zum Schluss.



Die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha kann zugesetzt werden. Bei Befall 3x wöchentlich einsetzen. Sehr gute Wirkung! Je nach Sonnenstärke dosieren, am besten morgens oder abends. Laubarbeit!                                                                                                              Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.



Wer triazolfreie organische Mittel einsetzen will, sollte  mit Talendo, Vivando, Collis oder Vegas sowie Kusabi arbeiten. Kusabi nicht direkt hinter  oder vor Vivando einsetzen, Resistenzgefahr möglich. Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die organischen Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen. Gute Nebenwirkung auf Botrytis! Botrytismittel sind bei konsequenter Anwendung der Karbonate dieses Jahr nicht nötig.



Traubenwickler: In den nicht verwirrten Gebieten Stuttgarts und zwischen Großheppach und Gundelsbach wurden teils hohe Eiablagen bonitiert. Es ist bis Samstag, 8.7. mit dem Schwarzkopfstadium/Schlupf zu rechnen.  B.t. – Präparaten wie Xentari oder Dipel ist wegen der Nützlingsschonung der Vorzug zu geben. Nicht mit alkalischen Produkten (Wasserglas,Löschkalk, Backpulver…) mischen. Die Ölmischung auf jeden Fall mit 0,1% zusetzen. Eine Behandlung der Traubenzone genügt, jede Gasse fahren.



Berechnung



Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 1600l je ha bzw. es ist der 4-fache Basisaufwand aufzuwenden.



Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 11.7.17 am Rotenberg um 11Uhr.; am 12.7.17 an der WG – Kelter Großheppach. Entblätterung: Vorsichtig vorgehen, nur die wetterabgewandte Seite. Nur Rotweinsorten außer Trollinger ganzseitig fahren. 2 -3 Blätter unterhalb der  Trauben entfernen, um der Botrytis entgegenzuwirken.



Traubenteilen: Ab Mitte Juli frühestens, um die Ertragskompensation zu beschränken.



Blattdüngung: Es kann zwischendurch mit Löschkalk, aber jede Gasse, gefahren werden. Netzmittel (proagro Netzmittel, wetcit) nicht vergessen! Äußerst kostengünstig.



Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).  



Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden.



EM – A kann auch mehrmals der Spritzbrühe beigegeben werden(5 – 20l / ha, je nach Herkunft). Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.

Rebschutzdienst Ludwigsburg

 

Mitteilung Nr.9 vom 30.6.2017

 

Von Weinbauberater Hundinger

 

Falscher Mehltau: Wir haben nach wie vor enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem vollen Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.

Die Spritzabstände können in sauberen Beständen auf 10 -12 Tage.erweitert werden.

Echter Mehltau: Die Anlagen auf Befall kontrollieren!

Eine Mehltaubehandlung ist auf jeden Fall mit Vitisan  (7kg / ha), Kumar (4 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (8 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem Netzschwefel            (2 kg/ha) + ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist.

Statt des Netzschwefels kann auch die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha eingesetzt werden. Bei Befall 3x wöchentlich einsetzen. Sehr gute Wirkung! Je nach Sonnenstärke dosieren, am besten morgens oder abends. Laubarbeit!                                                                                                                   Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.

Wer triazolfreie organische Mittel einsetzen will, sollte  mit Talendo, Vivando, Collis oder Vegas sowie Kusabi arbeiten. Kusabi nicht direkt hinter  oder vor Vivando einsetzen, Resistenzgefahr möglich. Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die organischen Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen. Gute Nebenwirkung auf Botrytis!

Achtung bei Trollinger: Jede Gasse fahren, bis vor Traubenschluß!

Die Dithiocarbamate und Triazole werden grundsätzlich nicht empfohlen, siehe hierzu http://sitem.herts.ac.uk/aeru/ppdb/en/Reports/463.htm .

Berechnung

Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 1400l je ha bzw. es ist der mind. 3,5-fache Basisaufwand aufzuwenden.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 4.7.17 am Rotenberg um 11Uhr.; am 5.7.17 an der WG – Kelter Großheppach. Entblätterung: Vorsichtig vorgehen, nur die wetterabgewandte Seite. 2 -3 Blätter unterhalb der Gescheine / Trauben entfernen, um der Botrytis entgegenzuwirken.

Gipfeln: Durch das verbreitete Verrieseln wird empfohlen, mit dem Gipfeln zu beginnen. Nicht bei kompakten Traubensorten, hier noch warten.

Traubenteilen: Ab Mitte Juli frühestens, um die Ertragskompensation zu beschränken.

Blattdüngung: Es kann zwischendurch mit Löschkalk, aber jede Gasse, gefahren werden. Netzmittel (proagro Netzmittel, wetcit) nicht vergessen!

Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).  

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden.

EM – A kann auch mehrmals der Spritzbrühe beigegeben werden(5 – 20l / ha, je nach Herkunft). Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.
















Rebschutzdienst Ludwigsburg

 

Mitteilung Nr.8 vom 22.6.2017

 

Von Weinbauberater Hundinger

 

Falscher Mehltau: Wir haben nach wie vor enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem vollen Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Auch einzelne Triebe und verblühte Gescheine benötigen einen Schutz. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.

Die Spritzabstände eng halten: Trollinger nochmals 8Tage,jede Gasse, andere Sorten 10 Tage.

Das Mehltaufenster ist nach wie vor offen; es finden sich noch blühende Gescheine.

Die Anlagen auf Befall kontrollieren!

Eine Mehltaubehandlung ist auf jeden Fall mit Vitisan  (5-6kg / ha), Kumar (4 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (6 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem Netzschwefel         (2 kg/ha) + ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist.

Statt des Netzschwefels kann bei Spinnmilben-, Thrips- oder Kräuselmilbenbefall auch die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha eingesetzt werden. Je nach Sonnenstärke dosieren. Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.

Wer triazolfreie organische Mittel einsetzen will, sollte nun mit Talendo, Vivando, Collis oder Vegas sowie Kusabi arbeiten. Kusabi nicht direkt hinter  oder vor Vivando einsetzen, Resistenzgefahr möglich. Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die organischen Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen. Gute Nebenwirkung auf Botrytis!

Achtung bei Trollinger: Jede Gasse fahren, bis vor Traubenschluß!

Die Dithiocarbamate und Triazole werden grundsätzlich nicht empfohlen, siehe hierzu http://sitem.herts.ac.uk/aeru/ppdb/en/Reports/463.htm .

Berechnung

Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 1200l je ha bzw. es ist der mind. 3-fache Basisaufwand aufzuwenden.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 27.6.17 am Rotenberg um 11Uhr.; am 28.6.17 an der WG – Kelter Großheppach fällt der Termin aus.

Entblätterung: Vorsichtig vorgehen, nur die wetterabgewandte Seite. 2 -3 Blätter unterhalb der Gescheine / Trauben entfernen, um der Botrytis entgegenzuwirken.

Gipfeln: Durch das verbreitete Verrieseln wird empfohlen, früh/jetzt mit dem Gipfeln zu beginnen. Nicht bei kompakten Traubensorten,hier noch warten.

Blattdüngung: Es kann zwischendurch mit Löschkalk, jede Gasse, gefahren werden.

Netzmittel (proagro Netzmittel, wetcit) nicht vergessen!

Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).

 

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden. EM – A kann auch mehrmals der Spritzbrühe beigegeben werden(5 – 20l / ha, je nach Herkunft). Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.


Rebschutzdienst Ludwigsburg


 


Mitteilung Nr.7 vom 14.6.2017


 


Von Weinbauberater Hundinger


 


Falscher Mehltau: Wir haben nach wie vor enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem vollen Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Auch einzelne Triebe und verblühte Gescheine benötigen einen Schutz. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.


Die Spritzabstände eng halten: Trollinger 8Tage, andere Sorten 10 Tage.


 


Das Mehltaufenster ist nach wie vor offen, weil sich die Blüte verzögert.


Eine Mehltaubehandlung ist auf jeden Fall mit Vitisan  (5kg / ha), Kumar (3 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (6 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem Netzschwefel         (2 kg/ha) + ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist.


Statt des Netzschwefels kann bei Spinnmilben-, Thrips- oder Kräuselmilbenbefall auch die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha eingesetzt werden. Je nach Sonnenstärke dosieren. Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.


Wer triazolfreie organische Mittel einsetzen will, sollte nun mit Talendo, Vivando, Collis oder Vegas sowie Kusabi arbeiten. Kusabi nicht direkt hinter  oder vor Vivando einsetzen, Resistenzgefahr möglich. Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die organischen Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen. Gute Nebenwirkung auf Botrytis!


Achtung bei Trollinger: Jede Gasse fahren, bis vor Traubenschluß!


Die Dithiocarbamate und Triazole werden grundsätzlich nicht empfohlen, siehe hierzu http://sitem.herts.ac.uk/aeru/ppdb/en/Reports/463.htm .


Berechnung


Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 1000 l – 1200l je ha bzw. es ist der mind. 2.5-fache Basisaufwand aufzuwenden.


Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 20.6.17 am Rotenberg; sowie am 21.6.17 an der WG – Kelter Großheppach jeweils um 11Uhr.


Entblätterung: Vorsichtig vorgehen, nur die wetterabgewandte Seite. 2 -3 Blätter unterhalb der Gescheine entfernen, um der Botrytis entgegenzuwirken.


Gipfeln: Möglichst hinauszögern, um kompakte Trauben zu vermeiden. Traumziel: 4 Wochen nach der Blüte 1. Laubschnitt.


Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).


Besonders umweltschonend: Leguminosen + Buchweizen oder die Wolff - Mischung mit 40kg/ha einsäen. Muss eine Begrünung umgebrochen werden, sollte ein Abstand zur Saat von 10 Tagen eingehalten werden, um Auflaufstörungen zu vermeiden. Um Verdichtungen zu durchwachsen, werden vor allem Luzerne und Steinklee empfohlen.


Diese sind zunächst hochwachsen zu lassen, um sie hernach möglichst nur 2x im Jahr zu walzen. Graszeilen mulchen.  Sprint Alga (0,5l / ha, einfach zugeben) nach der Blüte nochmals anwenden, um die Trauben etwas zu lockern.


Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden. EM – A kann auch mehrmals der Spritzbrühe beigegeben werden(5 – 20l / ha, je nach Herkunft). Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.

Rebschutzdienst Ludwigsburg

 

Mitteilung Nr.6 vom 8.6.2017

 

Von Weinbauberater Hundinger

 

Falscher Mehltau: Wir haben nach wie vor enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem vollen Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Auch einzelne Triebe benötigen einen Schutz. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.

Die Spritzabstände eng halten.

 

Das Mehltaufenster ist nun offen.

Eine Mehltaubehandlung ist auf jeden Fall mit Vitisan  (4kg / ha), Kumar (3 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (5 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem Netzschwefel         (2 kg/ha) + ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist. Spritzabstand: 8 Tage.

Statt des Netzschwefels kann bei Spinnmilben-, Thrips- oder Kräuselmilbenbefall auch die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha eingesetzt werden. Je nach Sonnenstärke dosieren. Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.

Wer triazolfreie organische Mittel einsetzen will, sollte nun mit Talendo, Vivando, Collis oder Vegas sowie Kusabi arbeiten. Kusabi nicht direkt hinter  oder vor Vivando einsetzen, Resistenzgefahr möglich. Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen. Gute Nebenwirkung auf Botrytis!

Achtung bei Trollinger: Jede Gasse fahren, bis vor Traubenschluß!

Die Dithiocarbamate und Triazole werden grundsätzlich nicht empfohlen, siehe hierzu http://sitem.herts.ac.uk/aeru/ppdb/en/Reports/463.htm .

Berechnung

Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 800 l – 1000l je ha bzw. es ist der doppelte bis 2.5-fache Basisaufwand aufzuwenden.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 13.6.17 am Rotenberg; sowie am 14.6.17 an der WG – Kelter Großheppach jeweils um 11Uhr.

Die nächste Rebschutzmitteilung kommt voraussichtlich Ende nächster Woche.

Zur Düngung:

Jegliche Düngung ist in den frostgeschädigten Weinbergen zu unterlassen. Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).

Besonders umweltschonend: Leguminosen + Buchweizen oder die Wolff - Mischung mit 40kg/ha einsäen. Muss eine Begrünung umgebrochen werden, sollte ein Abstand zur Saat von 10 Tagen eingehalten werden, um Auflaufstörungen zu vermeiden. Um Verdichtungen zu durchwachsen, werden vor allem Luzerne und Steinklee empfohlen.

Diese sind zunächst hochwachsen zu lassen, um sie hernach möglichst nur 2x im Jahr zu walzen. Graszeilen mulchen.

Vor der Blüte kann nun 2x Sprint Alga (0,5l / ha, einfach zugeben) eingesetzt werden, um die Trauben etwas zu lockern. Nach der Blüte nochmals anwenden. Es ist rel. günstiges Blütewetter vorausgesagt, so dass wenig Verrieselung zu erwarten ist.

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden. EM – A kann auch mehrmals der Spritzbrühe beigegeben werden(5 – 20l / ha, je nach Herkunft). Ebenso kann auch Bokashi, z.B. aus Traubentrestern hergestellt, mit 3t /ha ausgebracht werden. Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.

Rebschutzdienst Ludwigsburg

Mitteilung Nr.5 vom 1.6.2017

Von Weinbauberater Hundinger

Falscher Mehltau: Mehrere Bodeninfektionen sind über die Weinberge hinweggezogen. Mehrere Regentage sind angekündigt. Wir haben enorm wüchsiges Wetter. Es sollte weiterhin mit dem vollen Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 50%reduzierten) Kontaktmittel gearbeitet werden, um den Resistenzmechanismus zu halten. Auch einzelne Triebe benötigen einen Schutz. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.

Die Spritzabstände eng halten.

Das Mehltaufenster ist nun offen.

Eine Mehltaubehandlung ist auf jeden Fall mit Vitisan  (4kg / ha), Kumar (3 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (5 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem Netzschwefel            (2 kg/ha) + ein Netzmittel (außer bei Kumar) beizumischen ist. Spritzabstand: 8 Tage.

Statt des Netzschwefels kann bei Spinnmilben-, Thrips- oder Kräuselmilbenbefall auch die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha eingesetzt werden. Je nach Sonnenstärke dosieren. Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.

Wer triazolfreie organische Mittel einsetzt, sollte nun mit Talendo, Vivando, Collis oder Vegas sowie Kusabi arbeiten. Kusabi nicht direkt hinter  oder vor Vivando einsetzen, Resistenzgefahr möglich. Backpulver, Vitisan oder Kumar stets mitspritzen, um die Wirkstoffe resistenztechnisch zu schützen.

Achtung bei Trollinger: Jede Gasse fahren, bis vor Traubenschluß!

Die Dithiocarbamate und Triazole werden grundsätzlich nicht empfohlen, siehe hierzu http://sitem.herts.ac.uk/aeru/ppdb/en/Reports/463.htm .

Berechnung

Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 800 l je ha bzw. es ist der doppelte Basisaufwand aufzuwenden.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 6.6.17 am Rotenberg; sowie am 7.6.17 an der WG – Kelter Großheppach jeweils um 11Uhr.

Die nächste Rebschutzmitteilung kommt voraussichtlich Ende nächster Woche.

Zur Düngung:

Jegliche Düngung ist in den frostgeschädigten Weinbergen zu unterlassen. Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).

Besonders umweltschonend: Leguminosen + Buchweizen oder die Wolff - Mischung mit 40kg/ha jetzt einsäen. Muss eine Begrünung umgebrochen werden, sollte ein Abstand zur Saat von 10 Tagen eingehalten werden, um Auflaufstörungen zu vermeiden. Um Verdichtungen zu durchwachsen, werden vor allem Luzerne und Steinklee empfohlen.

Diese sind zunächst hochwachsen zu lassen, um sie hernach möglichst nur 2x im Jahr zu walzen. Graszeilen mulchen.

Vor der Blüte kann nun 2x Sprint Alga (0,5l / ha, einfach zugeben) eingesetzt werden, um die Trauben etwas zu lockern. Es ist rel. günstiges Blütewetter vorausgesagt, so dass wenig Verrieselung zu erwarten ist.

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden. Ebenso kann auch Bokashi, z.B. aus Traubentrestern hergestellt, mit 3t /ha ausgebracht werden. Verbessert deutlich den Traubengeschmack und die Qualität der Moste.

Rebschutzdienst

Datum: 18.05.2017

Rebschutzdienst Ludwigsburg

Mitteilung Nr.4 vom 18.5.2017

Von Weinbauberater Hundinger

Falscher Mehltau: Mehrere Bodeninfektionen sind über die Weinberge hinweggezogen. In schwach frostgeschädigten Lagen kann das 5-6 - Blatt-Stadium erreicht sein. Dort sollte frühzeitig mit dem Zusatz von phosphoriger Säure zum (bis zu 60%reduzierten) Kontaktmittel begonnen werden, um den Resistenzmechanismus zu initiieren. Auch einzelne Triebe benötigen einen Schutz. Am besten ist eine Spritzung vor dem Regen.

Seit letztem Jahr gibt es eine Zulassung von Netzschwefel Stulln mit 5 kg / ha. Damit lassen sich Nebeneffekte gegen Schwarzflecken in der Oidiumbekämpfung bei Vorjahresbefall nutzen. Eine Mehltaubehandlung ist auf jeden Fall mit Vitisan  (3 kg / ha), Kumar (2 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (3 kg / ha, frei erhältlich) durchzuführen, dem Netzschwefel (2 – 3kg/ha) + ein Netzmittel(außer bei Kumar) beizumischen ist. Spritzabstand: bis 10 Tage.

Statt des Netzschwefels kann bei Spinnmilben-, Thrips- oder Kräuselmilbenbefall auch die Ölmischung (aus 1L Pflanzenöl + 30 mL proagro Netzmittel, gut schütteln) mit 1 – 7 l / ha eingesetzt werden. Je nach Sonnenstärke dosieren. Die Mischung unter Verschluss lagern. Nicht mit Delan oder Forum Gold mischen.

Die Dithiocarbamate und Triazole werden grundsätzlich nicht empfohlen, siehe hierzu http://sitem.herts.ac.uk/aeru/ppdb/en/Reports/463.htm .

Berechnung

Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 400 l je ha bzw. es ist der einfache Basisaufwand aufzuwenden.

Zur Behandlung von Tafeltrauben (auch von Keltertrauben, die als Tafeltrauben verkauft werden) existieren Mittel mit besonderer Zulassung. Der Gebrauch wird durch Traubenuntersuchungen seitens der Landesämter kontrolliert.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 30.5.17 am Rotenberg; sowie am 31.5.17 an der WG – Kelter Großheppach jeweils um 11Uhr.

Die nächste Rebschutzmitteilung kommt voraussichtlich Ende Mai.

Frostgeschädigte Junganlagen: Den Stockaustrieb abwarten. Ist kein Auge in der erreichten Stämmchenhöhe aktiv, dieses zurückschneiden und auf einen Austrieb im Kopfbereich am Boden hoffen. Diesen Trieb anbinden und die Seitentriebe regelmäßig ausbrechen.

Zur Düngung:

Jegliche Düngung ist in den frostgeschädigten Weinbergen zu unterlassen. Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).

Besonders umweltschonend: Leguminosen + Buchweizen oder die Wolff - Mischung mit 40kg/ha jetzt einsäen. Muss eine Begrünung umgebrochen werden, sollte ein Abstand zur Saat von 10 Tagen eingehalten werden, um Auflaufstörungen zu vermeiden. Um Verdichtungen zu durchwachsen, werden vor allem Luzerne und Steinklee empfohlen.

Diese sind zunächst hochwachsen zu lassen, um sie hernach möglichst nur 2x im Jahr zu walzen.

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht oder über eine Tröpfchenbewässerung gegeben werden.                                                                            Ebenso kann auch für Bokashi, z.B. aus Traubentrestern hergestellt, mit 3t /ha ausgebracht werden. Verbessert den Traubengeschmack.

Rebschutzdienst

Datum: 05.05.2017

Rebschutzdienst Ludwigsburg

Mitteilung Nr.3 vom 5.5.2017

Von Weinbauberater Hundinger

Die Planung des Pflanzenschutzes gestaltet sich durch den unterschiedlich starken Frostschaden schwierig.

Falscher Mehltau: Erste Primärinfektionen fanden am 4.5. statt. In schwach geschä-digten Lagen kann das 3 - 4 - Blatt-Stadium erreicht sein. Dort sollte frühzeitig mit dem Zusatz von phosphoriger Säure begonnen werden, um den Resistenzmechanismus zu initiieren. Auch einzelne Triebe benötigen einen Schutz.

Seit letztem Jahr gibt es eine Zulassung von Netzschwefel Stulln mit 5 kg / ha. Damit lassen sich Nebeneffekte gegen Schwarzflecken in der Oidiumbekämpfung bei Vorjahresbefall nutzen. Sind Zeigertriebe sichtbar, ist auf jeden Fall Vitisan (3 kg / ha), Kumar (2 kg / ha) oder Natriumbicarbonat (3 kg / ha, frei erhältlich) dem Netzschwefel + ein Netzmittel(außer bei Kumar) beizumischen.
Berechnung
Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 400 l je ha bzw. es ist der einfache Basisaufwand aufzuwenden.
Zur Behandlung von Tafeltrauben (auch von Keltertrauben, die als Tafeltrauben verkauft werden) existieren Mittel mit besonderer Zulassung. Der Gebrauch wird durch Traubenuntersuchungen seitens der Landesämter kontrolliert.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 16.5.17 am Rotenberg; sowie am 17.5.17 an der WG – Kelter Großheppach jeweils um 11Uhr.

Die nächste Rebschutzmitteilung kommt voraussichtlich Mitte Mai

Frostgeschädigte Junganlagen: Zunächst den Stockaustrieb abwarten. Ist kein Auge in der erreichten Stämmchenhöhe aktiv, dieses zurückschneiden und auf einen Austrieb im Kopfbereich am Boden hoffen. Diesen Trieb anbinden und die Seitentriebe regelmäßig ausbrechen.

Zur Düngung:

Jegliche Düngung ist in den frostgeschädigten Weinbergen zu unterlassen. Im Laufe der Vegetation kann gezielt Stickstoff über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/ Aminoplant sowie Brennesseljauche).

Besonders umweltschonend: Leguminosen + Buchweizen oder die Wolff - Mischung mit 40kg/ha jetzt einsäen. Muss eine Begrünung umgebrochen werden, sollte ein Abstand zur Saat von 10 Tagen eingehalten werden, um Auflaufstörungen zu vermeiden. Um Verdichtungen zu durchwachsen, werden vor allem Luzerne und Steinklee empfohlen.

Diese sind zunächst hochwachsen zu lassen, um sie hernach möglichst nur 2x im Jahr zu walzen.

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A evtl. mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht werden. Dies gilt auch für Bokashi, z.B. aus Traubentrestern hergestellt.

Die Weinbauberatung ist unter 07141 –144-44915 oder 0175 - 5831339 erreichbar.

Rebschutzdienst

Datum: 13.04.2017

Rebschutzdienst Ludwigsburg

Mitteilung Nr.2 vom 13.4.2017

Von Weinbauberater Hundinger
Austriebsspritzungen sind nur bei besonderen Problemfällen notwendig. Es genügen normalerweise 2 Vorblütespritzungen. Soll dabei nur Netzschwefel eingesetzt werden, muss bei sehr warmer Witterung nach 5 – 7 Tagen nachbehandelt werden.
Eulenraupen zeigen sich nur nachts und fressen die Rebknospen vollständig ab. Absammeln ist mit Hilfe einer Taschenlampe möglich. Werden die Knospen nicht vollständig abgefressen, sind wahrscheinlich Rhombenspanner am Werk. Diese können tagsüber abgesammelt werden oder mit Mimic 0,05%, Spintor 0,01% (bienengefährlich, es darf in den Rebanlagen nichts blühen!) oder Steward 0,0125% bekämpft werden. Mit der Rückenspritze besonders sparsam auszubringen.

Kräuselmilben, Pockenmilben, Schildläuse und Rote Spinne sind in Anlagen mit Vorjahresbefall kostengünstig im Wollestadium zu bekämpfen. Speziell bei Schildlausbefall ist bereits vor dem Austrieb 1x, danach noch 1 – 2x mit Öl zu behandeln. Aufgrund visueller Kontrollen besteht jedoch keine besondere Gefährdung. Lediglich Junganlagen sind bis zum 4. Standjahr wegen der noch fehlenden Raubmilben durch Kräuselmilben gefährdet. Deshalb das Pflanzenöl/Netzmittelgemisch mit 2 L / 100l Brühe ( 8L / ha) ausbringen. Rezept: Pro Liter Pflanzenöl 30 mL proagro Netzmittel in das Öl geben, um es wasserlöslich zu machen. Nicht verbrauchte Reste unter Verschluß lagern. Am besten 2%ig tropfnass mit einer Rückenspritze auf beiden Seiten bei Temperaturen um 15 °C und wenig Wind ausbringen. Nach dem Austrieb die Ölmischung auf 0,8% reduzieren und den Netzschwefel weglassen (Verbrennungen). Die spätere Ansiedlung von Raubmilben mit besiedelten Ausbrechtrieben / Frostruten ist unbedingt notwendig.

Traubenwickler: Die Pheromonampullen sollten um die Mitte des Monats April hängen.

Schwarzflecken

Kontaktperomittel oder Flint mit Nebenwirkung sind erst nach Knospenaufbruch bei empfindlichen Rebsorten 1-2Tage vor Niederschlägen sinnvoll. www.vitimeteo.de zeigt in der Peronosporaprognose am deutlichsten im 2. Diagramm der jeweiligen Station die Wetterprognose an. Maximal 8 Tage Wirkung.

Mittel aus der Wirkstoffgruppe der Dithiocarbamate (Mancozeb oder Metiram) werden nicht mehr empfohlen, siehe hierzu auch: http://sitem.herts.ac.uk/aeru/ppdb/en/Reports/463.htm

Falscher Mehltau ist allgemein noch nicht zu bekämpfen. In frühen Lagen kann das 3-Blatt-Stadium bei früh austreibenden Sorten erreicht sein. Dort sollte frühzeitig mit dem Zusatz von phosphoriger Säure begonnen werden, um den Resistenzmechanismus zu initiieren.

Seit letztem Jahr gibt es eine Zulassung von Netzschwefel Stulln mit 5 kg / ha. Damit lassen sich Nebeneffekte gegen Schwarzflecken in der Oidiumbekämpfung bei Vorjahresbefall nutzen.
Berechnung
Im Moment beträgt der Wasseraufwand zur Berechnung des Mittelaufwandes 400 l je ha bzw. es ist der einfache Basisaufwand aufzuwenden. Für Pflanzenschutz-mittelanwendungen besteht Aufzeichnungspflicht. Achten Sie auch auf eine gültige Plakette auf ihrer Pflanzenschutzspritze.

Termin: Wir treffen uns zum Arbeitskreis Umweltschonender Rebschutz am Dienstag, den 25.4.17 am Rotenberg; sowie am 26.4.17 an der WG – Kelter Großheppach jeweils um 11Uhr.

Die nächste Rebschutzmitteilung kommt voraussichtlich Ende April.

Frostwarnung: Für den 19. / 20.4.17 sind Minustemperaturen vorausgesagt. Bodenbearbeitung ist zu unterlassen und Begrünungen sind kurz zu halten. Es ist, je nach Art des Frostes, zu überlegen, ob Hubschrauberflüge in den Morgenstunden zu organisieren sind (z.B. www.helixcopter.de). Vitimeteo läßt sich auch für die genaue Prognose in den nächsten Tagen nutzen.

Zur Düngung: Stabilisierter N- Dünger ist vorzugsweise ab Mitte April, ammonium-haltiger Dünger Anfang Mai zu streuen, um die Frühjahrsfeuchtigkeit zu nutzen. Dabei sollte in normal wüchsigen Anlagen nur eine Basismenge von ca. 40 kg N / ha ausgebracht werden. Der Rest kann im Laufe der Vegetation über das Blatt gegeben werden (Aminosol/Siapton/Aminoplant sowie Brennesseljauche.

Ab 10 ha Weinbau und mehr als 50kg N oder über 30 kg P / ha im Betrieb ist nach derzeitigem Rechtsstand eine Düngebilanz zu erstellen.

Die Ergebnisse der NID – Untersuchungen sind einzubeziehen.

Besonders umweltschonend: Leguminosen + Buchweizen oder die Wolff - Mischung mit 40kg/ha jetzt einsäen. Muss eine Begrünung umgebrochen werden, sollte ein Abstand zur Saat von 10 Tagen eingehalten werden, um Auflaufstörungen zu vermeiden. Um Verdichtungen zu durchwachsen, werden vor allem Luzerne und Steinklee empfohlen.

Effektive Mikroorganismen: Zur Aktivierung gestreßter oder chlorotischer Weinberge kann EM – A mit Vinassse kombiniert auf den Boden ausgebracht werden. Dies gilt auch für Bokashi, z.B. aus Traubentrestern hergestellt.

Die Weinbauberatung ist unter 07141 –144-44915 oder 0175 - 5831339 erreichbar.

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