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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Ackerbau

Datum: 22.05.2018

Pflanzenschutzhinweise

Sommergerste

Früh gesäte Bestände sind am Grannenschieben, das letzte Blatt ist in den meisten Beständen entwickelt. Die Abschlussbehandlung kann nun erfolgen, wenn diese nicht schon geschehen ist. Standardmäßig wird eine Behandlung mit Amistar Opti (1,2 l/ha) oder Credo (1,0 l/ha) als chlortalonilhaltige Mittel speziell gegen Ramularia in Kombination mit einem breit wirksamen Fungizid wie beispielsweise Adexar (1,0 l/ha), Input Xpro (1,0 l/ha), Ascra Xpro (1,2 l/ha), Seguris (0,8 l/ha), Elatus Era (0,8 l/ha) oder Ceriax (1,2 l/ha) empfohlen. Bitte beachten Sie, dass Credo laut der Zulassung in Gerste spätestens im Stadium BBCH 51 (Beginn des Ährenschiebens) angewandt werden soll.

 

Winterweizen

In frühen Weizenbeständen ist die Ähre bereits voll zu sehen, der Großteil ist am Ährenschieben. Bis letzte Woche waren Krankheiten im Weizen noch kein Thema, mittlerweile werden vereinzelt Gelbrostnester sichtbar. Eine Doppelbehandlung aufs Blatt war der Trockenheit geschuldet größtenteils nicht nötig.

Wo keine Blütenbehandlung gefahren werden soll, sollte die Fungizidbehandlung dringend durchgeführt werden. Hierzu bietet sich eine Kombination aus Amistar Opti (1,5 l/ha) oder Credo (1,25 l/ha) mit vorbeugender Wirkung gegen Septoria trit. mit Input Classic (1,0 l/ha) an oder der Soloeinsatz von Adexar, Ascra Xpro, Ceriax, Elatus Era mit Sympara, und Weiteren.

In frühen Beständen mit Mais als Vorfrucht kann bei vollem Vorhandensein der Ähre in den kommenden Tagen die Blütenbehandlung eingeplant werden. Wo noch keine fungizide Maßnahme stattgefunden hat sollte Osiris oder Prosaro oder Ampera mit Osiris oder Input Classic mit einem der oben genannten Mittel kombiniert werden.

Bitte behalten Sie den Befall durch Getreidehähnchen im Auge. Dieser schwankt von Schlag zu Schlag, und ist bei 20 % geschädigter Blattfläche oder durchschnittlich 1 Larve je Halm bekämpfungswürdig.

 

Zuckerrüben

Durch die Niederschläge und die Witterung haben die Zuckerrüben einen ordentlichen Wachstumsschub bekommen. Die NAK –Spritzungen sind in frühen Beständen durchgeführt und sollten in späteren Beständen rechtzeitig beendet werden, bevor noch vorhandene oder spät aufgelaufene Unkräuter von den Rübenblättern verdeckt werden. Wichtig ist, dass die Flächen ausreichend mit Bodenherbiziden „versiegelt“ wurden, da Spätverunkrautung, die durch die Niederschläge begünstigt wird, vorgebeugt werden sollte.

 

Mais

Der Mais wurde vielerorts bereits behandelt, in später gesäten Beständen steht die Behandlung noch aus. Die Wirksamkeit der Bodenwirkstoffe profitiert von den Niederschlägen der letzten Woche.

Für den Mais stehen verschiedene wirkungsstarke Packs zur Auswahl wie beispielsweise MaisTer Power, Spectrum Komplett Pack, oder der Elumis Peak Pack. Diese zeigen gute Wirkung gegen weißen Gänsefuß, Hirsen, Ackerfuchsschwanz, Kamille, Knötericharten sowie Amarant u.a.

Wo Ampfer, Amarant, Vogel- und Windenknöterich (bis 4-Blattstadium), und Winde ein Problem sind ist, Arrat + Netzmittel Dash E.C. mit ausschließlicher Blattwirkung mit 0,2 + 0,1 l/ha denkbar. Winde-Arten sollten zum Anwendungszeitpunkt eine Trieblänge ab 20 cm aufweisen.

Disteln können mit Effigo oder Lontrel oder Vivendi behandelt werden.

Auch im Mais kann auf Hirsestandorten eine Zugabe von Spectrum mit 0,4 – 0,7 l/ha zu z.B. MaisTer power erfolgen. In diesem Fall kann MaisTer power dann auf eine Aufwandmenge von 1,25 l/ha reduziert werden.


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