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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Ackerbau

Datum: 11.07.2018

Pflanzenschutzhinweise

Zuckerrüben

Auf den Kontrollschlägen wurden im Rahmen des Blattfleckenmonitorings am Montag, 09.07.2018 in Benningen 12 befallene Blätter bonitert, im restlichen Landkreis schwankte die Befallsstärke zwischen 6 % und 29 % befallener Blätter und ist folgedessen recht unterschiedlich. Auf Schlägen, die bereits in KW 26, also verhältnismäßig früh zum ersten Mal behandelt wurden, steht in den kommenden Tagen die zweite Behandlung an. Grundsätzlich sollte die zweite Behandlung in einem zeitlichen Abstand von 2-3 Wochen zur ersten Behandlung gefahren werden.

Auf Flächen, auf denen in den vergangen Jahren Minderwirkungen gegen die Cercospora-Blattfleckenkrankheit festgestellt worden waren und aufgrund der Überschreitung der Bekämpfungsschwelle bereits im Juli eine 2. Behandlung erforderlich wird, sollte zur Verhinderung einer weiteren Resistenzentwicklung der vollen Aufwandmenge eines Azolfungizides 1,25 kg/ha Funguran Progress zugemischt werden. Auch eine Kombination aus Sphere (0,35 l/ha) und Funguran Progress (1,25 kg/ha) ist möglich.

Grundlage: Zulassungen für Notfallsituationen

Das BVL hat eine Zulassung für Funguran Progress (Wirkstoff: Kupferhydroxid) gegen Cercospora-Blattflecken in Zuckerrüben auf Flächen mit einer nachgewiesenen Fungizid-Resistenz des Erregers vom 10. Juli bis zum 6. November 2018 für 120 Tage erteilt. Das Mittel kann bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis mit 2,5 kg/ha (maximal 5 kg/ha für die Kultur bzw. je Jahr) in maximal 400 l Wasser/ha gespritzt werden. Es ist maximal zwei  Behandlungen im Abstand von 14 Tagen zulässig.

Wartezeit: 14 Tage. Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern muss mit einem verlustmindernden Geräte erfolgen. Folgende Mindestabstände sind einzuhalten: 90 % - 10 m.

Die maximale Aufwandmenge von 3000 g Reinkupfer pro Hektar und Jahr auf derselben Fläche darf - auch in Kombination mit anderen Kupfer enthaltenden Pflanzenschutzmitteln - nicht überschritten werden (NT620).

Zur Notfallzulassung:

https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/01_notfallzulassungen/Funguran_Progress_Cercospora_Zuckerr%C3%BCbe_2018.html?nn=1798070

Bei der Bekämpfung sollten 300 l/ha Wasser nicht unterschritten werden. Schosser- und Unkrautrüben sowie Samtpappeln sollten dringend entfernt werden.



Windenbekämpfung nach der Ernte

Winden waren dieses Jahr auf Getreideschlägen häufig ein Problem. Um gute Bekämpfungserfolge zu erzielen, sollte sichergestellt werden, dass die Winden nach der Ernte schnell wieder ausreichend Blattmasse bilden können. Bei einer Trieblänge von ca. 30 cm ist die Behandlung optimal z.B. mit 1,8 l/ha Starane XL in Kombination mit einem zugelassenen glyphosathaltigen Mittel oder mit 5 l/ha Kyleo (Glyphosat + Wuchsstoff). Nach vollständigem Absterben der Pflanzenreste ist eine wendende Bodenbearbeitung von Vorteil. Für die Aussaat von Zwischenfrüchten ist es dann normalerweise zu spät.

Wenn es die Bodenverhältnisse zulassen kann auch mit mehrmaliger ganzflächiger schneidender Bodenbearbeitung eine Windenbekämpfung erfolgen. Wichtig ist, dass die Bearbeitungstiefe bei jedem Arbeitsgang vergrößert wird, sodass die wurzelnden Rhizome nicht mehr anwachsen und die austreibenden Wurzeln abgeschnitten werden und so die Reservestoffe aus den Wurzeln aufgebraucht werden.

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Hinweis:
Telefonische Warnhinweise erhalten Sie unter 01805 197 197-61 (Servicerufnummer mit besonderen Telefonverbindungsentgelten: 0,14 €/Min aus dem Festnetz der deutschen TelekomAG, Mobilfunk max. 0,42 €/Min).

Sie können mich erreichen:
Tel.:07141 144-44930 - Fax: 07141 144-44995 - mobil: 0170-7313869
eMail: Franziska.Grötzinger@Landkreis-Ludwigsburg.de

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