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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Ackerbau

Datum: 18.07.2017

Pflanzenschutzhinweise


Zuckerrüben:
die Cercospora Blattkrankheit hat jetzt wie erwartet deutlich zugenommen. Verschiedene Betriebe haben bereits behandelt, wo noch nicht geschehen, ist eine Behandlung jetzt dringend durchzuführen. Der Befall wird trotzdem noch weiter zunehmen da die Infektionen gesetzt sind, aber der Neuzuwachs ist geschützen. Bei der Bekämpfung sollten 300 Liter Wasser nicht unterschritten werden, abdriftmindernde Düsen sind bevorzugt einzusetzen bei zusätzlichem beachten der Windsituation, am besten morgens, lässt sich Abdrift auf empfindliche erntereife Kulturen vermeiden. Sphere mit 0,35 l/ha, Juwel, Domark 10 EC, Spyrale, Rubric jeweils mit 1,0 l/ha, Spyrale + Ortiva 0,6 + 0,5 l/ha, Duett Ultra mit 0,6 l/ha und andere können eingesetzt werden.

Winterraps
Nach den Niederschlägen läuft der Ausfallraps nach der Ernte zügig auf. Eine Stoppelbearbeitung so flach wie möglich, sollte dann bald folgen, damit weiterer Raps aufläuft. Um die Stoppeln zu zerkleinern und nicht geernteten oder verdeckten Rapssaaten ankeimen zu lassen ist auch das Mulchen der Flächen gut geeignet. Je tiefer die Bearbeitung desto mehr Rapssamen wird konserviert, der dann in den Folgekulturen wieder an die Oberfläche geholt wird und über Jahre aufläuft was insbesondere in Zuckerrüben Probleme bereitet.


Nach der Ernte ist vor der Saat:
Sklerotinia (Rapskrebs) die in diesem Jahr in unserem Bereich eine geringe Schadenswirkung zeigte, ist in Raps nur über die Blütenbehandlung bekämpfbar. Mit Contans WG besteht die Möglichkeit, die Dauerfruchtkörper (Sklerotien) des Sklerotinia-Pilzes im Boden zu bekämpfen. Bei Contans WG handelt es sich um ein wasserlösliches Granulat, das mit der Pflanzenschutzspritze direkt auf die Raps oder Getreidestoppel aufgebracht und anschließend eingearbeitet werden kann und damit am besten vor der Rapsaussaat eingesetzt wird. 


Zwischenfruchteinsaat
Als Zwischenfruchteinsaat kommen Ackersenf, Ölrettich, Phacelia, Hafer, Zwischenfruchtmischungen unter dem Label TerraLife, Planterra, TerraGold und verschiedene anderen oder auch Gräser zum Einsatz.
Wenn Sie die Zwischenfrucht als ökologische Vorrangfläche verwenden wollen, sind die entsprechenden Vorgaben zu beachten.
Die Einsaat sollte nicht zu früh erfolgen – ab Mitte August ist ein guter Zeitpunkt - um die Samenproduktion nicht unnötig zu fördern
Für alle Zwischenfruchtflächen gilt, bei Aussaat bis 15. September, dass eine N-Gabe nur noch in Höhe von max. 30 kg/ha anrechenbarem Stickstoff oder 60 kg Gesamtstickstoff am besten vor der Saat zulässig ist - das gilt für auch für Mineraldünger. Weiterhin ist eine Düngergabe nach stickstoffreichen Vorfrüchten und auch nach Silo- und Körnermais grundsätzlich nicht zulässig.
 


Windenbekämpfung nach Getreide und Raps
Die Winde hatte in diesem Jahr bisher optimale Wachstumsbedingungen.
Wenn es die Bodenverhältnisse zulassen, kann mit mehrmaliger, ganzflächig schneidender Bearbeitung eine Bekämpfung erfolgen. Wichtig dabei ist, dass die Bearbeitungstiefe mit jedem Arbeitsgang vergrößert werden damit die wurzelnden Rhizome nicht anwachsen und die austreibenden Wurzeln abgeschnitten werden und so die Reservestoffe in den Wurzeln aufgebraucht werden, zusätzlich werden Schnecken und Schneckeneier bekämpfen und den Mäusen die Futtergrundlage entzogen.
Stärker befallene Getreideflächen möglichst mit etwas höheren Stoppel geerntet und das Stroh abgefahren, damit die Winde  schnell ausreichend grüne Blattmasse bilden kann, danach kann mit 1,8 l/ha Starane XL + einem zugelassenen glyphosathaltiges Mittel oder mit Kyleo 5 l/ha die Winde und das aufgelaufene Ausfallgetreide bekämpft werden. Nach vollständigem Absterben ist eine wendende Bodenbearbeitung vorteilhaft. Eine Begrünungseinsaat ist bei diesem System in diesem Jahr nicht mehr möglich.


Achten Sie beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und insbesondere bei glyphosathaltigen Mitteln darauf, dass die Anwendung auf Wegen und Wegränder verboten ist und diese nicht mitbehandelt werden und fachlich gesehen wächst auf behandelten Grünstreifen nur Quecke und Spätverunkrautung nach.


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Hinweis:
Telefonische Warnhinweise erhalten Sie unter 01805 197 197-61 (Servicerufnummer mit besonderen Telefonverbindungsentgelten: 0,14 €/Min aus dem Festnetz der deutschen TelekomAG, Mobilfunk max. 0,42 €/Min).

Sie können mich erreichen:
Tel.:07141 144-4921 - Fax: 07141 144-44995 - mobil: 0170-7313869
eMail: Albert.Scholpp@Landkreis-Ludwigsburg.de

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